Frischluft e.V.

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Politisches Leipzig

Auch in diesem Jahr konnte Frischluft e.V. wieder zu einem Programm "Politisches Leipzig" einladen. Vom 1. bis 3. August erkundete eine Gruppe von Jugendlichen aus Hessen und Sachsen-Anhalt die Stadt mit wechselvoller Geschichte. Noch am Freitag Abend kam die Gruppe in den Genuss des Rundgangs „Herbst '89: Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“. Dort folgten die Teilnehmer mit einer Zeitzeugin dem Demonstrationszug des Novembers 1989 und konnten sich nicht vorstellen, wie viele Menschen dort für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auf die Straßen gingen. Auch der Mut der dortigen Nikolaikirchengemeinde beeindruckte sehr, da die ersten Friedensgebete schon 1982 begannen. Auch das MfS in Leipzig, das heute noch als Stasiunterlagenbehörde genutzt wird, wurde von den Teilnehmern interessiert verfolgt.
Am Samstagvormittag fand eine Stadtführung statt, die inhaltlich von Frischluft-Mitgliedern aus Leipzig vorbereitet wurde und den Blick auf den Umgang der jungen Generation heute mit den Ereignissen vor 25 Jahren in den Mittelpunkt stellte. Besonders die entsprechende Ausstellung in der Nikolaikirche führte zu vielen Nachfragen an die Leiter des Rundgangs, und auch nach der Besichtigung der Thomaskirche ergaben sich zahlreiche Diskussionen.
Als besonderes Highlight empfanden gerade die Literaturinteressierten das Mittagessen in den ehrwürdigen Räumen von Auerbachs Keller, wo ihnen buchstäblich vor Augen geführt wurde wie Faust und Mephistopheles damals die Studenten trunken machten.
Die Diskussion über Partizipation von Jugendlichen in unserem heutigen Gemeinwesen war lebhaft: Die Einrichtung von Jugendparlamenten wurde allgemein begrüßt, wenn auch Einigkeit darüber herrschte, dass diese kein Allheilmittel sei. Gerade die Gastgeber aus Leipzig unterstrichen jedoch, dass Jugendliche in ihrer Stadt kreativ seien, ihre Meinung darzustellen, egal ob über Transparente, Demonstrationen oder durch konkretes Engagement in Vereinen oder Kirche bis hin zur Übernahmen von Verantwortung in politischen Gremien. Anschließend freuten sich die Jugendlichen über kulinarische Spezialitäten der Region, vor allem der "Kalte Hund" erfreute sich großer Beliebtheit.
Politisches Leipzig - Zeitgeschichtliches ForumAm Sonntag stand noch ein Besuch im zeitgeschichtlichen Forum auf dem Programm, wo der Weg von der Deutschen Teilung über den Aufstand von 1953 bis zur Wiedervereinigung nachvollzogen werden konnte, was einen intensiven Eindruck bei den Teilnehmern hinterließ.

Abschließend stellte Referent Patrick Appel fest: "Leipzig ist eine Stadt, die eine große Geschichte hat und sich ihrer Verantwortung zur ständigen Beschäftigung mit den Errungenschaften der parlamentarischen Demokratie bewußt ist. Die Lebendigkeit und der warmherzige Charme dieser Stadt kennzeichnen Leipzig zudem als junge und lebendige Stadt.". Sie freute sich, dass die Teilnehmer einhellig der Meinung waren, dass sich der Besuch sehr gelohnt habe und sie viel Neues gelernt haben.

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