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Fachforum "Teilhabe junger Menschen vor Ort"

Fachforum "Teilhabe junger Menschen vor Ort"Zu einem Fachforum zur "Teilhabe junger Menschen vor Ort" lud das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 22. 02.2012 freie Träger der Jugendhilfe ins ZDF-Kongresszentrum nach Mainz ein. Für Frischluft e.V. nahm der schleswig-holsteinische Frischluft-Landesvorsitzenden Jan Oliver Kammesheidt teil.

Die Agenda des Fachforums war sehr abwechslungsreich gestaltet, nach zwei längeren aber sehr interessanten Begrüßungsvorträgen war als intensiverer Einstieg eine Podiumsdiskussion zum Thema „Partizipation – Möglichkeiten, Chancen, Grenzen“ angesetzt, unter anderem mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Tauber als Teilnehmer. Dieser stellte vor allem die Bedeutung von politischer Arbeit als eine mögliche Teilhabe von jungen Menschen vor Ort heraus und hob die Bedeutung von politischem und sozialem Engagement Jugendlicher hervor.

Sehr gelungen war im Anschluss die Idee, durchaus auch einen Blick in eines unserer EU Partnerländer zu riskieren, und zwar nach Großbritannien. Steve Radford vom City Council Liverpool verdeutlichte sehr anschaulich, welche Möglichkeiten sich durch eine aktive lokale Jugendpolitik und die Förderung von Teilhabe vor Ort ergeben können. Nachweislich kann eine aktive Beteiligung Jugendlicher vor Ort dazu beitragen, dass viele soziale Probleme wie fehlende Bildung, Gewalttätigkeit und Perspektivlosigkeit gar nicht erst akut werden.

Im Rahmen der Fachtagung wurden verschiedene Workshops angeboten, Jan Oliver Kammesheidt nahm am Workshop „Lebenswelt Stadt mitgestalten“ teil, aus dem sich aus seiner Sicht viele neue Ideen für eine erfolgreiche Jugendarbeit ergeben. Diese wird er in der nächsten Frischluft-Bundesausschusssitzung vorstellen.

Deutlich geworden ist aber auch, so Kammesheidt, dass gerade Frischluft sich mit seinen christlichen und demokratischen Überzeugungen noch viel stärker in die Jugendarbeit einbringen müsste als dies bis dato der Fall ist. "Ich bin überzeugt davon, dass wir mit unserem Verständnis einer freiheitlichen und solidarischen und engagierten Bürgergesellschaft viele Denkanstöße bieten können und wir vor allem von einer Diskussion wegkommen, die ständig nur den Staat als treibende Kraft sozialen Engagements in den Mittelpunkt stellt. Vielmehr muss gesellschaftliches Engagement in welcher Form auch immer aus einer Bürgergesellschaft heraus getragen werden. Wir als Bürger sind der Staat und haben ein herausragendes Interesse an möglichst vielfältigem gesellschaftlichen Engagement, dass mit aktiven Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen vor Ort beginnt.", so der Frischluft-Landesvorsitzende.

Die Ergebnisse der anderen fünf Workshops wurden im Plenum ebenfalls vorgestellt, so dass die Teilnehmer weitere Eindrücke und Anregungen sammeln konnten. Mit der Vorstellung der Ergebnisse und einer Abschlussdiskussion mit dem Titel „Runter von der Beteiligungsinsel“ endete ein sehr gelungenes Fachforum „Teilhabe junger Menschen vor Ort“.

Als persönliches Fazit des Fachforums meint Kammesheidt, dass sich die Teilnahme im Namen von Frischluft in jeder Hinsicht gelohnt habe. Frischluft-Vertreter können die Fachforen nutzen, um sich in die Gestaltung von Kinder- und Jugendpolitik aus Sicht der Träger einzubringen und er rät dazu diese Gelegenheiten auch zu einer eigenen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit zu nutzen. "In meinen Gesprächen mit verschiedenen Teilnehmern habe ich festgestellt, dass das Interesse an unserer Arbeit sehr groß ist und Frischluft seinen Beitrag dazu leisten kann, dass junge Menschen in einer aktiven Bürgergesellschaft aufwachsen und sich einbringen können." bringt es Kammesheidt auf den Punkt.

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